Zudem hatte ich ja im Hinblick auf sexuelle Vergnügungen von ihr an diesem Abend gar nichts zu erwarten. Ich sollte ja sozusagen bloß als eine Art Lustsklave dienen, als ein Sklave ihrer Lust.

Okay, natürlich reizte mich das. Aber es einfach so befohlen zu bekommen, das törnt ja schon ordentlich ab. Ein richtiger Sklave bin ich ja nun einmal nicht. Dafür müsste Christine sich dann per Zeitmaschine ins alte Rom versetzen lassen.

In meinem Ärger über sie hatte ich bereits die ersten kostbaren Minuten vertrödelt. Immerhin hatte ich währenddessen schon Bügelbrett und Bügeleisen wieder weggestellt, die gebügelten Hemden eingeräumt und die Sachen, die noch zu bügeln waren, auf einen Stapel gepackt.

In Windeseile warf ich noch ein paar Dinge in meinen Kulturbeutel, Shampoo, Deoroller, Duschgel, Kamm, Zahnbürste, Zahnpasta, meinen Rasierapparat und Aftershave. Dabei fiel mir ein, das musste ich sie unbedingt noch fragen, ob ihr mein Aftershave gefiel. Ich hatte es nämlich nicht selbst ausgesucht, sondern meine Schwester hatte es mir zu Weihnachten geschenkt. Frauen fällt als Geschenk für Männer ja meistens nichts Besseres ein als solche angenehmen Nützlichkeiten, die man in jedem Kaufhaus kriegt. Nur wir Männer müssen uns immer was ganz Besonderes überlegen, sonst schmollt Madame. Egal ob Mutter, Schwester oder Freundin.


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