Oh je, oh mine, wie mein Großvater immer zu sagen pflegte.
Nun war guter Rat teuer.
Absagen konnte ich ihr natürlich nicht; erstens wäre sie dann beleidigt gewesen - zu Recht -, und zum zweiten wollte ich selbst sie ja schließlich auch sehen.
Auf einmal fiel mir etwas ein. Etwas, womit ich aus der Not sogar noch eine Tugend machen konnte.
"Gerne," erwiderte ich, ehrlich begeistert, "ich freu mich auch schon wahnsinnig auf dich. Aber du musst mir einen großen Wunsch erfüllen. Ich möchte dich heute Abend einfach nur total verwöhnen. Dich küssen, jeden Zentimeter deiner Haut, dich streicheln, und dich lecken. Ich will, dass du kommst, und wenn du magst auch mehrfach. Aber ich möchte mich ganz auf dich konzentrieren können."
Ach, mir wurde selbst ganz romantisch zumute, als ich das so enthusiastisch von mir gab.
Sie fing an zu lachen. So, als ob sie nie wieder aufhören wollte.
Ich wollte schon gekränkt reagieren und irgendetwas von mir geben, was ihr sehr deutlich machte, wie beleidigend dieses Lachen war, da kriegte sie sich endlich wieder ein.
"Sag, Armin," fragte sie, noch immer hörbar amüsiert, "du hast vorhin gewichst, nicht wahr? Und deshalb hast du Angst, du kriegst keinen mehr hoch, und willst mir das jetzt als das Superangebot für einen romantischen Sonntagabend verkaufen, richtig?"
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