"Ganz erfolgreich," erwiderte sie. "Es beflügelt mich immer, einen so prickelnden Kontakt zu haben wie den zu dir."
Das wäre ja nun die Gelegenheit gewesen, zu genau dem überzugehen, was so prickelnd war, aber irgendwie schreckte ich plötzlich davor zurück. Mich per Mail oder im Chat mit ihr über Sex zu unterhalten, das war einfach gewesen, völlig problemlos. Aber jetzt, wenn man so viel direkter miteinander zu tun hatte, am Telefon, kam es mir völlig unmöglich vor, auch nur das Wort Sex in den Mund zu nehmen. Obwohl ich angesichts ihrer tollen Stimme langsam schon wieder begonnen hatte, geil zu werden.
"Was macht du eigentlich beruflich?" fragte ich deshalb ausweichend.
Sie lachte. "Das interessiert dich doch eigentlich gar nicht – im Grunde willst du über etwas ganz anderes reden. Aber wenn du willst, machen wir einfach ein wenig Konversation. Ich bin Einkäuferin für ein großes Kaufhaus. Und du?"
"Ich arbeite in einem Support-Center für ein Softwarehaus," berichtete ich.
"Dann telefonierst du also ständig," stellte sie fest. "Eigentlich dürfte es dir also doch gar nicht so schwer fallen, zu sagen, was du denkst und willst."
Das Herz klopfte mir bis zum Hals. "Was will ich denn?"
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